Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Bei ihren Auftritten für wohlhabende Gönner bleibt Cecilia stets hinter einer Maske verborgen: Sie soll nicht als eigenständige Person gesehen werden. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi (Michele Riondino), der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und ein Leben jenseits vorgezeichneter Rollen.
Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten, der zu seiner Zeit unterschätzt wurde, mit dem Schicksal einer jungen Waise, die in der Musik die Inspiration findet, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Dabei stellt der gefeierte Opernregisseur unter Beweis, dass er die Magie von Vivaldis Musik auch auf der großen Leinwand zur vollen Wirkung bringen kann.
European Shootingstar 2026 Tecla Insolia verkörpert die talentierte Geigerin auf der Suche nach der eignen Identität mit Kraft und besonderem Feingefühl. An ihrer Seite brilliert Michele Riondinoals ehrgeiziger Komponist, der um künstlerische Anerkennung kämpft. Zwei suchende, ringende Seelen, die über die Musik zusammenfinden.
VIVALDI UND ICH ist angelehnt an den historischen Roman „Stabat Mater“ des venezianischen Autors Tiziano Scarpa, der mit Italiens wichtigsten Literaturpreis, dem Premio Strega, ausgezeichnet wurde. Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem 50. Toronto International Film Festival und erhielt in der Folge zahlreiche Preise, so den Audience Award als Best International Feature beim Filmfestival Chicago und den Cinéma Paradiso Palmarès beim Festival du Cinéma Italien de Toulouse.
Regie: Damiano Michieletto / Drehbuch: Tiziano Scarpa, Ludovica Rampoldi, Damiano Michieletto / Kamera: Daria D'Antonio / Schnitt: Walter Fasano / Musik: Fabio Massimo Capogrosso / Ausstattung: Gaspare De Pascali / Kostüm: Maria Rita Barbera / Maske: Gaia Ridolfi / Produktion: Indigo Film, Moana Films, Warner Bros. / Produzenten: Carlotta Calori, Nicola Giuliano, Marc Missonnier, Carlos Prada, Viola Prestieri / Mit: Tecla Insolia, Michele Riondino, Andrea Pennacchi
Italien, Frankreich 2025 / 110 Minuten