Wir schreiben das Jahr 1815: Nach neunzehn Jahren harter Arbeit, Gewalt und Leid für den Diebstahl eines Brotes wird Jean Valjean aus dem Gefängnis entlassen. Erfüllt von Wut und einem tiefen Gefühl der Ungerechtigkeit, ist er zu einem gefährlichen Mann geworden, der niemandem traut. Er irrt verzweifelt durch den Süden Frankreichs und sucht Unterschlupf in einem kleinen Dorf, wird aber immer wieder abgewiesen. Unwissentlich findet Jean Valjean Zuflucht und Gastfreundschaft im Haus von Bischof Bienvenu, der mit seiner Schwester und seiner Magd ein einfaches Leben führt. Jean Valjean ist überrascht vom herzlichen Empfang des Bischofs und seine inneren Dämonen beginnen nach und nach zu schwinden. Doch die Rachegefühle und die Vorurteile der Dorfbewohner lassen ihn nicht los. Wird er sich dennoch zu einem anderen Menschen wandeln können? Jean Valjean steht am Scheideweg seines Lebens.
In erschütternden Rückblenden erzählt Regisseur Éric Besnard, wie die Grausamkeiten im Gefängnis einen sensiblen Menschen in einen wütenden Mann verwandeln und konzentriert sich dann auf die Begegnung des Außenseiters mit einem gutherzigen Mann der Kirche. Dieses Treffen lenkt Jean Valjeans Leben in andere Bahnen.
Die vier Hauptrollen sind wunderbar besetzt: Bernard Campan als Geistlicher, Isabelle Carré als seine Schwester, Alexandra Lamy als Hausangestellte und ein herausragender Grégory Gadebois („Alles ist gut gegangen“, „Das kostbarste aller Güter“), der mit großer Intensität Valjeans inneren Kampf nach außen trägt.
Regie: Éric Besnard / Drehbuch: Éric Besnard / Kamera: Laurent Dailland / Schnitt: Lydia Boukhrief / Musik: Christophe Julien / Ton: Stéphane Vizet, Joseph Squire, Florian Penot, Vincent Montrobert / Ausstattung: Bertrand Seitz / Kostüm: Madeline Fontaine / Maske: Frédérique Ney / Produktion: Radar Films, France 3 Cinéma / Produzenten: Clément Miserez, Matthieu Warter / Mit: Grégory Gadebois, Bernard Campan, Isabelle Carré, Alexandra Lamy
Frankreich 2025 / 98 Minuten