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Zum Film

Graz 1963. Vor Gericht steht der ehemalige SS-Führer Franz Murer, Leiter des Ghettos von Vilnius von 1941-43. Holocaust-Überlebende reisen an um gegen Murer auszusagen. Die Beweislage ist erdrückend. Dennoch wird Franz Murer unter Beifall der Bevölkerung freigesprochen. Einer der größten Justizskandale Österreichs.
MURER erzählt von der Machtlosigkeit der Wahrheit – und wie leicht Politik jenseits moralischer Werte agieren kann – wenn alle mitspielen.

Regie: Christian Frosch / Drehbuch: Christian Frosch / Kamera: Frank Amann / Schnitt: Karin Hammer / Musik: Anselme Pau / Ton: Gregor Kienel / Ausstattung: Katharina Wöppermann / Kostüm: Alfred Mayerhofer / Produktion: Prisma Film, Paul Thiltges Distributions / Produzenten: Viktoria Salcher, Mathias Forberg / Mit: Alexander E. Fennon, Karl Fischer, Roland Jaeger, Mathias Forberg, Melita Jurisic

Österreich/Luxemburg 2018

Gewinnspiel

Wir verlosen 3 x  das Sachbuch zum Film „Rosen für den Mörder“ von Johannes Sachslehner (Verlagslektor, Historiker und Autor zahlreicher Bücher zu historischen und kulturhistorischen Themen).

 

Der „Schlächter von Vilnius“

Franz Murer, der steirische Bauernsohn aus St. Lorenzen ob Murau, ist überzeugter Nationalsozialist. „Hart und widerstandsfähig“, ein ganzer Kerl. Er steigt vom Knecht zum Ordensjunker und „Führeranwärter“ auf, einberufen zum Dienst im eroberten Osten wird er zum Schrecken der jüdischen Bevölkerung Vilnius, seine Brutalität und sein Sadismus sind gefürchtet.
Der Versuch der österreichischen Justiz, ihn für seine Untaten zu belangen, scheitert spektakulär am „zweiten Gesicht“ dieses Mannes, der nach dem Krieg den biederen Bauern mimt und jede Schuld von sich weist. So wird der Täter zum Helden, sein Freispruch schockiert die Welt …

 

Zur Verfügung gestellt von

Gewinnfrage

In welcher Stadt war Franz Murer im Krieg stationiert?



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Infos

Weiterführende Links & Recherchequellen

 

Die Fotos des Abspanns stammen aus Jerusalem of Lithuania in 3 volumes von Leyzer Ran (1912-1995).

Der Katalog der gesammelten Werke des Historikers ist online über die Harvard University erhältlich: http://nrs.harvard.edu/urn-3:FHCL:34558550

 

Forschungsstelle Nachkriegsjustiz: http://www.nachkriegsjustiz.at

 

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: http://www.doew.at/

 

Simon Wiesenthal Archiv – Das Dokumentationszentrum des Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes: http://www.simon-wiesenthal-archiv.at/index.html

 

Yad Vashem – Internationale Holocaust Gedenkstätte: http://www.yadvashem.org/

 

Vilna Gaon State Jewish Museum: http://www.jmuseum.lt/en/

 

Ghetto Fighters‘ House: http://www.gfh.org.il/Eng/

 

Das Buch „Rosen für den Mörder“ – Die zwei Leben des NS-Täters Franz Murer  von Johannes Sachslehner im Molden Verlag: https://www.styriabooks.at/rosen-fuer-den-moerder (mehr Infos siehe Gewinnspiel)

Diagonale

„Murer – Anatomie eines Prozesses“ wird die Diagonale 2018  eröffnen!

Termine:

Festivaleröffnung: Dienstag, 13. März 2018 19.30 Uhr Helmut List Halle

weitere Termine tba

Text zur Uraufführung im Rahmen der Diagonale-Eröffnung 2018

Ein brisanter Gerichtsfilm, ein Thriller eröffnet die Diagonale’18.
Graz 1963. Der angesehene Lokalpolitiker und Großbauer Franz Murer steht wegen schwerer Kriegsverbrechen vor Gericht. Die Beweislage ist erdrückend. Doch in den Zentren der Macht will man die dunklen Kapitel der eigenen Geschichte endgültig abschließen.
Anhand der originalen Gerichtsprotokolle eines der wohl größten Justizskandale der Zweiten Republik zeichnet Regisseur Christian Frosch den Fall des angesehenen steirischen Politikers und Großbauern Franz Murer nach, der von 1941 bis 1943 als „Schlächter von Vilnius“ einer der Hauptverantwortlichen für die Vernichtung der Juden in der heutigen litauischen Hauptstadt war. Franz Murer wurde erst 1963 auf die juristische Intervention von Simon Wiesenthal hin in Österreich vor Gericht gestellt. Überlebende der Shoah reisten an, um auszusagen und Gerechtigkeit zu erwirken – vergebens. Trotz der erdrückenden Beweislage endete der Prozess mit einem Freispruch.
Der Eröffnungsfilm erzählt diese Verhandlung mit 73 Sprechrollen in dichten Passagen und der stets intensive Nähe erzeugenden Kamera von Frank Amann nach.

In Hintergrundsequenzen und Parallelsträngen im Umfeld des Prozesses kombiniert er die Agitatoren – Täter/innen, Opfer, Zusehende – zu einem erschütternden postnazistischen Zeitbild, in dem, frei nach Hannah Arendt, Tatsachen so behandelt werden, als handle es sich um vernachlässigbare Meinungen. Erschreckend, wie gegenwärtig all dies erscheint.

„Österreich hat keine Seele und keinen Charakter. Österreich besteht aus Tätern, Zuschauern und Opfern“, zieht Regisseur Christian Frosch ein düsteres Resümee aus der Arbeit an seinem Spielfilm MURER – ANATOMIE EINES PROZESSES. „Mich interessierte beim Murer-Kriegsverbrecherprozess weniger, zum wiederholten Male die Verbrechen des NS-Regimes nachzuerzählen, sondern genau hinzusehen und zu verstehen, wie sich die vom Wesen her grundsätzlich verschiedenen Gruppen (Täter, Opfer und Zusehende) in der Republik Österreich darstell(t)en. Das Spannende ist, dass man hier sehen kann, wie das österreichische Nationalnarrativ funktioniert(e). Es basiert keineswegs auf Verdrängung. Es wurde bewusst gelogen, verschleiert, verbogen und gesteuert. Nur so konnte man Täter zu Opfern machen und die Opfer zu den eigentlich Schuldigen erklären. Diesem Prozess lag kein seelischer Defekt zugrunde, sondern Kalkül.

Wir müssen uns endgültig von der Vorstellung verabschieden, dass der Patient Österreich nur die Fakten in sein Bewusstsein integrieren muss, um den Heilungsprozess einzuleiten. Die Tatsachen waren und sind bekannt“, so Frosch weiter. Er versteht MURER – ANATOMIE EINES PROZESSES dabei nicht als historisierenden, sondern als politischen Film, bei dem es darum ging, das brisante Material so authentisch wie möglich „zum Sprechen“ zu bringen.

Presse & Kooperationen

PRESSE

Kontakt: Susanne Auzinger
susanne@auzinger-pr.com

www.auzinger-pr.com

Pressematerial: www.filmladen.at/presse

 

 

KOOPERATIONEN

Gerne veranstalten wir in Kooperation mit Ihrer Institution Sonderveranstaltungen (Film + Podiumsdiskussion) in Anwesenheit von Regisseur Christian Frosch und weiteren PodiumsteilnehmerInnen im Kino Ihrer Wahl und freuen uns über die Bewerbung von „Murer – Anatomie eines Prozesses“ über Ihre Informationskanäle.

Kontakt: Elisabeth Hinterholzer
e.hinterholzer@filmladen.at

Schulkino

Schulmaterial zum Download finden Sie in Kürze hier: kinomachtschule.at

Schulvorstellungen (bei Interesse in Anwesenheit von Regisseur Christian Frosch) können in jedem Kino österreichweit gebucht werden. Falls Sie Unterstützung brauchen wenden Sie sich bitte an uns: schulkino@filmladen.at.

 
Ab
16. März im Kino

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