MERY PER SEMPRE
[Für immer Mery]
Regie: Marco Risi
Drehbuch: Sandro Petraglia, Stefano Rulli, nach dem gleichnamigen Roman von Aurelio Grimaldi
Kamera: Mauro Marchetti
Schnitt: Claudio di Mauro
Musik: Giancarlo Bigazzi
Produktion: Numero Uno, Sacis, Taurus
Darsteller: Michele Placido, Alessandro di Sanzo, Franceso Benigno, Roberto Mariano, Filippo Genzardi, Alfredo li Bassi, Maurizio Prollo, Salvatore Termini
Italien 1989, 92 Min., Farbe, 35mm/1:1,66, OmU (italienisch)
Erlebnisse und Erfahrungen eines engagierten Lehrers in der berüchtigten Jugendstrafanstalt Malaspina in Palermo. Letztlich scheitert er mit seinen Bemühungen an den verkrusteten Strukturen des Gefängnisses: den Jugendlichen bleibt am Ende wenig Hoffnung. Beeindruckender sozialkritischer Film, der fast ausschließlich mit Laiendarstellern inszeniert wurde.
Im Umfeld der italienischen Produktionen der 80er Jahre wirken MERY PER SEMPRE und auch sein Nachfolger "Ragazzi fuori" wie neorealistische Fossile, wie Filme aus einer anderen Zeit - und eben das macht ihre Güte aus. Die Verwandten heißen Luis Buñuel ("Los olvidados") und Pier Paolo Pasolini ("Accattone", "Mamma Roma"), die sich ebenfalls mit den Schicksalen der Straßenjungen beschäftigen. Michele Placido ist der einzige Profi inmitten "echter" Straßenjungen, die sich Marco Risi, wie er selbst sagt, für ein paar Wochen "von der Straße wegholte".
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