DER APFEL [Sib]
Regie: Samira Makhmalbaf. Drehbuch: Mohsen Makhmalbaf. Kamera: Ebraham Ghafouri. Schnitt: Mohsen Makhmalbaf. Ton: Behrouz Shahamat. Produktion: Cinema Workshop, MK2 Productions, Makhmalbaf Productions. Produzent: Iraj Sarbaz. Mit: Massoumeh Naderi, Zahra Naderi, Ghorban Ali-Naderi, Azizeh Mohamadi, Zahra Saghariasz, Amir Hossein Khosrojerdi, u. a. 35 mm/1 : 1,85/Mono, OmU
Eine Fernsehreportage über die zwölfjährigen Zwillingsschwestern Massoumeh und Zahra, die von ihrem strenggläubigen Vater seit ihrer Geburt im Elternhaus eingesperrt waren und erst durch das Einschreiten einer Nachbarin aus ihrer furchtbaren Situation befreit wurden, inspirierte die damals noch nicht achtzehnjährige Samira Makhmalbaf, Tochter des berühmten iranischen Regisseurs Mohsen Makhmalbaf, zu diesem berührend-schönen Filmdebüt. Sie überzeugte alle Beteiligten, ihre eigene Geschichte vor der Kamera noch einmal nachzuspielen. So entstand in nur elf Tagen ein Film mit einer "dritten Wirklichkeit, weder Fiktion noch Dokumentation" (Samira Makhmalbaf).
Samira Makhmalbaf spricht mit diesem Film zugleich für eine neue Generation iranischer Filmemacher. Das Einsperren der Töchter im Film wird zum Sinnbild für die politisch verordnete Abriegelung des Landes und für eine Gesellschaft, die sich am Ende doch dem Abenteuer Freiheit stellen muss.
"Nicht einmal 18 Jahre alt war Samira Makhmalbaf, als sie 1997 DER APFEL drehte, einen Film, der so unverkennbar in der Tradition ihres am Drehbuch beteiligten und für die Montage verantwortlichen Vaters Mohsen Makhmalbaf steht, wie er einen ganz eigenen, von neuem, weiblichen Selbstbewusstsein kündenden Ton anschlägt." (epd Film)
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