Stab BESETZUNG

Regie Harald Sicheritz
Buch Roland Düringer & Harald Sicheritz
nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Roland Düringer
Bildgestaltung Walter Kindler (aac BVK)
Ton Walter Amann
Schnitt Ingrid Koller
Musik Lothar Scherpe & Peter Herrmann
Ausstattung Tommy Vögel
Kostüm Erika Navas
Maske Karin Schön & Elisabeth Preindl
Regieassistenz Ruth Blankenstein
Casting Barbara Vögel
Aufnahmeleitung Martin Dvoracek-Riegler
Produktionsleitung Birgit Reichert
Herstellungsleitung Manfred Fritsch
Produzenten Danny Krausz & Kurt Stocker

Technische Daten 105 min., 35 mm, 1 : 1,85, color, deutsch
DOLBY Digital SRD
Produktion und Weltrechte DOR Filmproduktions GmbH
Neulerchenfelder Straße 12, A-1160 Wien
Tel. (+43 1) 402 21 38, Fax (+43 1) 402 21 39
e-mail: dorfilm@magnet.at
Verleih Österreich filmladen
Mariahilfer Straße 58/7, A-1070 Wien
Tel. (+43 1) 523 43 62-0, Fax: (+43 1) 526 47 49
e-mail: filmladen@vip.at
http://www.filmladen.at/filmladen
Presse E&A Public Relations GmbH
Grünwaldgasse 12, A-3430 Tulln
Tel. (+43 2272) 654 94-0,
Fax (+43 2272) 654 94-11
e-mail: e-a@onstage.at

Hergestellt mit Unterstützung des ORF (Film/Fernsehabkommen), des Österreichischen Filminstitutes, des Wiener Filmfinanzierungsfonds und der Abteilung "Kultur und Wissenschaft" des Landes Niederösterreich sowie der Tourismusabteilung des Landes Niederösterreich.

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Besetzung  STAB

HERBERT KRCAL - ROLAND DÜRINGER
Disponent in einem Feinkost-Großhandel; ist manuell eher ungeschickt, hat kein wirkliches Hobby, liebt seine Familie und die Natur.

MARGIT KRCAL - NINA PROLL
Liebt die Natur wie ihr Gatte, träumt wie er vom Haus im Grünen; muß in finanziellen Krisenzeiten als Fußpflegerin arbeiten; mag Männerwitze nicht.

PHILIPP KRCAL - RUDOLF ROHACZEK
Sohnemann; chronischer Einzelgänger, wird als "lästige Krätz'n" verkannt; "Raumschiff-Enterprise"-Fan.

MEIER - WOLFGANG BÖCK
Mitarbeiter von Herbert; unbestrittener Capo der Häuslbauer im westlichen Wienerwald; macht intellektuelle Schwächen durch selbstbewußtes Auftreten wett.

SILVIA - EVA BILLISICH
Meiers Frau; bereut es, mit ihm zwei Kinder zu haben; liebt es, seinen intellektuellen Schwächen mit grausamer Schlagfertigkeit zu begegnen.

SEPP - REINHARD NOWAK
Mitarbeiter von Herbert; als Häuslbauer ergebener Diener von Meier; körperlich und geistig eher schmächtig.

EBERL - ALFRED DORFER
Als Bankbeamter der natürliche Feind des Häuslbauers; wie viele andere Unglückliche lockt er auch die Krcals ins teuflische Netz des Geldhandels.

WILLI - LUKAS RESETARITS
Schwager von Herbert; als Architekt beim Wiener U-Bahn-Bau zu viel Geld gekommen; verehrt Margit, verachtet Herbert.

FRAU DR. BLEICHENBERG - ANDREA ECKERT
Schön, kalt und fest entschlossen, in der Wohnung der Krcals ein Blutlabor zu eröffnen; nicht bösartig, nur gnadenlos.

KANDLER - HERWIG SEEBÖCK
Kaiser von Hinterholz; multifunktionell als Bürgermeister, Baustoffhändler, Obmann des Ortsverschönerungsvereins, Hausverkäufer und Vergangenheitsvertuscher tätig.

MÜNDL - KARL FERDINAND KRATZL
Assistent von Kandler; als solcher ein wortkarger Profi mit vielfältigen Qualitäten.

WORKMAN - PETER FRÖHLICH
Lichtgestalt der Do-it-yourself-Industrie; Gott der Häuslbauer; prinzipiell unnahbar, steigt aber wie Zeus zu auserwählten Frauen der Welt - z. B. Margit - herab.

DER BOSNIER - MARIJAN HINTEREGGER
Hoch- und Tiefbauingenieur; gut erzogen, manuell geschickt und fleißig - daher in Österreich zum Leisten der niedrigsten Häuslbauerdienste verurteilt.

Jäger Karl Markovics
Herr Ratzinger I Stangl
Frau Ratzinger Maria Hofstätter
Musterhausverkäufer Alexander Lutz
Filialleiterin Drogerie Andrea Händler
Gendarm Hans W. Pemmer
Margits Vater Rudolph Buczolich
Margits Mutter Erika Mottl
Margits Schwester Nicole Fendesack
Hausverwalter Georges Kern
Frau Sedlacek Ellen Umlauf
Wirt Fred Horaczek
Verkäufer Baumarkt Pico Kellner
Baumeister Walter Kordesch
Reporter Gerald Votava

In weiteren Rollen Karl Künstler, Christoph Jonas, Barbara Vögel, Romana Heinz, Julia Weninger, Gerhard Dohr, Philip Gruska, Kerstin Teufel, Tommy Vögel, Peter Moucka, Charly Rabanser, Marcus Thill, Helmut Schindelegger, Bettina Barth-Wehrenalp

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Roland Düringer

Mein Vater ist Beamter. Beim Bund. Beim Bundestheaterverband. Im Burgtheater. Garderobier. Er zieht also die Schauspieler an und aus. Nicht irgendwelche Schauspieler - nein. Burgschauspieler! Traurig genug, wenn man nicht selbst in die eigene Hose findet. So war ich ein Protektionskind und saß bereits im zarten Knabenalter von vier Lenzen zum ersten Mal drei Reihen hinter den Brettern, die die Welt bedeuten. Lumpazivagabundus. Hörbiger. Weck und Anders. Gute zehn Jahre lang hütete ich zumindest einmal im Monat einen Regieplatz in der dritten Reihe. Danach hatte ich mich damit abgefunden, daß Schauspieler auf der Bühne unnatürlich reden, sie sich auf der Bühne nicht wie Menschen bewegen, sie mit dem Publikum kokettieren, sie nur selten Figuren differenzieren, aus lauter Angst, nicht erkannt zu werden, und Emotionen vorheucheln, die dann im obligatorischen Schreikrampf enden. So beschloß ich, Maschinenbauingenieur zu werden.
Doch eines Tages wurde ich eines Besseren belehrt. Ein kleiner grauer Pudel betrat, umgeben von zahlreichen Barden und ebensovielen Statisten, die Bühne. Es war ein kurzer, unfairer Kampf. Nach wenigen Sekunden war der Hund der Star der Aufführung. Hatte er die bessere Schauspielschule besucht? Hatte er mehr Bühnenerfahrung? War er bekannt durch Funk und Fernsehen? Nein. Der Hund war einfach Hund geblieben. Er spielte nicht den Hund. Er war Hund.
So beschloß ich, "Hund" zu werden.
Seit 10 Jahren stehe ich nun selbst auf der Bühne. Geschätzte 200 Mal im Jahr. Ich versuche "Volkstheater" im wahren Sinn dieses Wortes zu machen. Theater nicht für eine Handvoll selbsternannter Kunstinteressierter, sondern für jedermann. Für jenes "gemeine Volk", dem auch ich angehöre. Ich möchte meinesgleichen zum Lachen, zum Weinen, zum Ärgern, zum Nachdenken, zum . . . Kurz, ich möchte mein Volk unterhalten. Man kann dies auch tun, ohne sich auf Musikantenstadlniveau zu reduzieren.
Meine Stücke schreibe ich mir selbst, in einer Sprache, die wir alle verstehen, und mit Inhalten, die uns alle betreffen. Mein Theater lebt vom Wiedererkennungseffekt: Sie lachen über Ihren Nachbarn; Ihr Nachbar lacht über Sie. In Wirklichkeit lachen beide über sich selbst.
Aus Marketinggründen werden meine Stücke als "Kabarettprogramme" verkauft. Als "Volksschauspiel" könnte ich niemanden hinter seinem Ofen hervor-, oder besser, von seinem Satellitenspiegel fortlocken. Diesen Umstand hat sich das Theater selbst zu verdanken. Mein Theater ist in anderen Umständen.

Bisherige Tätigkeiten
1998 Dreh der Sitcom "MA 2412"
1997 Premiere des 3. Soloprogamms "Benzinbrüder"
Autor und Hauptdarsteller des Kinofilms "Hinterholz 8"
1996 Rolle des Joschi Täubler im "Kaisermühlen-Blues"
Mittlerweile haben mehr als 50.000 Besucher "Hinterholzacht" gesehen
1995 Rolle des Künstleragenten Schindler im Kinofilm "Freispiel"
Premiere des 2. Soloprogramms "Superbolic"
1994 Premiere des 1. Soloprogramms "Hinterholzacht" (Österreichischer Kleinkunstpreis)
1993 Autor und Hauptdarsteller des Kinofilms "Muttertag"
1991 Regiearbeit im Cinetheatro "Tod" von Woody Allen
1990 Patenschaft "Salzburger Stier" für die Gruppe "Menubeln"
1988 Fernsehkabarett "D. O. R. F." mit Lukas Resetarits und Josef Hader
1987 Preisträger "Salzburger Stier" für "Kultur gegen alle"
1985 Österreichischer Kleinkunstförderungspreis für "Atompilz von links"
1984 Mitbegründer der Kabarett- und Theatergruppe "SCHLABARETT"
1983 Mitglied einer Schauspielergruppe um Herwig Seeböck
(gemeinsam mit Alfred Dorfer)

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Harald Sicheritz

1998 HINTERHOLZ 8
Kinofilm - Regisseur, Co-Autor
MA 2412
SitCom-Serie, 9 Folgen - Regisseur, Co-Autor
1997 QUALTINGERS WIEN
TV-Film - Regisseur, Co-Autor
1995-96 KAISERMÜHLEN BLUES
3. und 4. Staffel der TV-Serie, 20 Folgen - Regisseur
FREISPIEL
Kinofilm - Regisseur, Co-Autor
Goldene Romy für den erfolgreichsten österreichischen Kinofilm 1996
Festivalteilnahmen in Minneapolis, Hof, Prag, Shanghai
1980-93 MUTTERTAG
Kinofilm - Regisseur, Co-Autor
OTTO PREMINGER - ANATOMY OF A FILMMAKER
Dokumentarfilm USA/Ö - Co-Regisseur, Produktionsleiter
OHNE MAULKORB
TV-Magazin - Gestalter und Redakteur

Sonstige Tätigkeiten
Lehrbeauftragter für "Film und Musik" an der Abteilung Film und Fernsehen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Wien (seit 1996)
Gründer, Texter und Bassist der Musikgruppe WIENER WUNDER (Filmmusik u. a. für die Kinofilme "Müllers Büro" und "Muttertag") (seit 1980)

Ausbildung
Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft; Seminare für Filmregie bei Lenore DeKoven am American Film Institute, Los Angeles; für Filmanalyse bei Krzysztof Kieslowski; Drehbuch-Workshops bei Inga Karetnikova

geboren 1958


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