Aus dem PresseheftDREI HERRENSTAB UND BESETZUNG INHALT BIOGRAPHISCHES FOTOS Stab und BesetzungRegie Nikolaus LeytnerDrehbuch Nikolaus Leytner Nach einer Idee von Max Linder, Nikolaus Leytner, Helmut Grasser Kamera Hans Selikovsky Schnitt Andreas Prochaska Musik Hans-Jürgen Buchner "Haindling", Christoph Dienz, gespielt von "Die Knödel" Ton Michael Etz Ausstattung Susanne Quendler-Kopf Kostüme Ursula Leitner Maske Maresi Wagner Regieassistenz Markus Schleinzer Aufnahmeleitung Thomas Schüttken Produktionsleitung Wernfried Natter, Max Linder Produzent Helmut Grasser Produktion Allegro Film (Wien), Home Run Pictures (Stuttgart) Ivo Karl Markovics Sichel Ottfried Fischer Dölken Karl Merkatz Kamilla Regina Fritsch alte Frau Erni Mangold Karli Franz Buchrieser Wessely Dietmar Mössmer Vater Peter Faerber Wolfi Uwe Schweiger Wirt Jaromir Borek Fritz Johann Lurf Genderarm Johannes Silberschneider Postenkommandant Klaus Ofczarek Pfarrer Hermann Scheidleder Pfleger Herbert Pendl Lederjacke Werner Wultsch Notar Andreas Kunze Schlüsselmann Martin Heesch SEITENBEGINN
InhaltDrei höfliche und liebenswürdige Herren besteigen einen Reisebus. Als Patienten einer geschlossenen Anstalt werden sie in die Sommerfrische überstellt. Im tiefsten Waldviertel hat der Fahrer eine Herzattacke, und der Bus landet im Straßengraben. Die plötzlich weit offenstehenden Türen laden zu einem Ausflug in die Freiheit ein. Das kleine Dorf, in dem die drei nach kurzem Fußmarsch landen, ist menschenleer. Ein Begräbnis hat die Bewohner in der Kapelle zusammengeführt.Die Neuankömmlinge stehen ratlos auf der Dorfstraße. Ezechiel Dölken (Karl Merkatz), der älteste von ihnen, der seit seiner Kindheit an Schlaflosigkeit leidet, hört mit geübtem Ohr ein Schnarchen. Denn sein Hobby ist die Erforschung des Schlafes und die Aufzeichnung der Schlafgeräusche. Mit gezücktem Mikrofon folgt er dem Schnarchen und trifft auf eine alte, etwas verwirrte Frau (Ernie Mangold). Sie glaubt, in Dölken ihren im Krieg vermißten Sohn Franzl zu erkennen, der nun endlich nach Hause gekommen ist. Zuerst aus Höflichkeit, später aus Mitleid widerspricht Dölken nicht. In den Erinnerungen der Alten wird für Dölken eine Kindheit lebendig, die er so nie gehabt hat. Die Fiktion beginnt für ihn zur Realität zu werden: Er hat eine Mutter, die ihn bedingungslos liebt. Auch Dölkens Reisegefährten haben sich in die Dorfgemeinschaft eingelebt. Ivo (Karl Markovics) ist ein Exiltscheche, der bei einem Unfall Frau und Kinder verloren hat. Seither hat er sich seine eigene Welt geschaffen, in der seine Familie nach wie vor lebendig ist. Er hat ein besonderes Sensorium für die Natur entwickelt, vor allem für das Wetter und für das Verhalten von Tieren. Sein erster "Bekannter" im Dorf ist ein kleines Ferkel, das ihm auf Schritt und Tritt folgt. Wenig später gerät der kleine Ministrant Wolfi in ernsthafte Schwierigkeiten. Die Dorfreliquie, ein heiliger Finger, den er aus der Kapelle entwendet hat, ist unwiederbringlich verlorengegangen. Ivo erweist sich für Wolfi als Retter aus höchster Not. Sichel (Ottfried Fischer) ist der jüngste der drei Herren. Seinem unmäßigen Appetit verdankt er nicht nur seinen voluminösen Leibesumfang, sondern auch bärengleiche Körperkräfte. Noch nie in seinem Leben hat er ein Wort gesprochen. Ihm wird ein Job als Knecht angeboten. Sichel ist der einzige Mann im Dorf, der Kamilla, der Tochter seines Arbeitgebers, mit Respekt begegnet. Denn Kamilla wird von ihrem Vater zu einem Dasein als Dorfhure gezwungen. Zum ersten Mal trifft sie auf einen Mann, der höflich zu ihr ist und einfühlsam und von beschützender Besorgnis. Auf die Idee, daß Sexualität etwas mit Liebe zu tun haben könnte, ist sie bisher nicht gekommen. Eine zarte, selbstlose Beziehung zwischen den beiden beginnt. Die Veränderungen im Dorfleben haben die Bewohner alarmiert! Unter dem Kommando des Bürgermeisters beginnen sie, auf eigene Faust nach den "Irren" zu suchen. Vergeblich. Denn niemand würde die drei Herren verdächtigen. Als sich der Irrtum aufklärt, sind die drei, zusammen mit ihren neuen Freunden, schon längst über alle Berge. In ihrem Bus ist noch viel Platz, und das nächste Dorf ist schon in Sicht . . . SEITENBEGINN
BiographischesOttfried FischerGeboren am 7. 11. 1953 in Ornatsöd, Bayrischer Wald. Nach kurzem, unvollständigem Studium der Rechte schneller Übergang zum Kabarett. Lebt in München.1976-1982 Drei Programme mit dem Kabarettensemble "Machtschattengewächse", u. a. mit Günter Knoll, im dafür gegründeten Hinterhoftheater. 1982-1987 Zwei Kabarettprogramme ("Mattscheibchenweise kommerzwärts" und "Mit Gewalt komisch") und das Stück "Störfall" mit Partner Jockel Tschiersch. 1983 In der Werner Schneyder-Show "Meine Gäste und ich" und Rolle im Spielfilm "Kolp", der 1985 bei den Fiimfestspielen in Cannes in der "Semaine Internationale de la Critique Française" gezeigt wird. 1985 (mit J. Tschiersch) internationaler Kabarettpreis "Salzburger Stier", der von ARD, ORF und SRG verliehen wird. 1986 (mit J. Tschiersch) "Deutscher Kleinkunstpreis". 1985-1987 BR Fernsehserien "Irgendwie und Sowieso" von F. X. Bogner; "Der Schwammerlkönig" von Rüdiger Nüchtern; "Zur Freiheit" von F. X. Bogner und diverse andere Film- und Fernsehrollen. 1987 Spektakuläres Telefonat als Franz Josef Strauß mit dem österreichischen Bundespräsidenten Waldheim. 1988 (mit M. O. Tauchen) "Anton und das Wunderkind", kabarettistischer Schwank; in der "Bibliothek der Deutschen Werte" (Knaur) die satirische Würdigung "Der deutsche Bauer"; Engagement bei den Salzburger Festspielen (Jürgen Flimm: "Der Bauer als Millionär"). Auftritt bei Radio Bremen in "Extratour". 1989 Engagement am Münchner Volkstheater ("Change" von Wolfgang Bauer, Regie: Harald Clemen); Mitwirkung bei "Extratour", "Jonas" und im Spielfilm "Ein Prachtexemplar" (Regie: Bruno Jonas); Premiere des Kabarettsolos "Schwer ist leicht was" (Regie: Gabriele Rothmüller); "TZ-Rose" und "AZ-Stern des Jahres 1989"; Auftritte bis 1994, u. a. in München, Linz, Berlin, Hamburg, Ulm, Augsburg, Karlsruhe, Frankfurt, Bremen, Heilbronn, Stuttgart, Kassel, Leipzig, Kaiserslautern, Regensburg, Nürnberg, Würzburg, Hannover, Wien. 1990 Kinofilm "Café Europa" von F. X. Bogner, Kinofilm "Go, Trabi, Go", Kinofilm "Das schreckliche Mädchen" (Regie: Michael Verhoeven/Oscarnominierung als bester ausländischer Film); "Live aus der Alten Oper" Studiogast, "Mitternachtsspitzen" mit R. Rogler, WDR; "Jonas" (Radio Bremen/ARD) "Schwer ist leicht was" (Aufzeichnung von Radio Bremen/ARD). 1991 Kinofilm "Der Superstau" (Regie: Manfred Stelzer); Kinofilm "Ich schenk Dir die Sterne" (Regie: Jörg Graser); zweimal bei "Talk im Turm" (SAT 1) und andere Talkshows; monatliche TV-Glosse; "Zapp Zarapp" (Kinderserie); Eröffnung des eigenen Theaters "HAI" im Münchner Stadtteil Haidhausen mit Günter Knoll. 1992 Kabarettistische Einlagen bei der ARD-Berichterstattung der Olympischen Spiele in Albertville vom Austragungsort; erneute Ausstrahlung von "Schwer ist leicht was" im WDR-Fernsehen; Fernsehserie "Lilli Lottofee" (ZDF, Regie: Michael Verhoeven); Mitwirkung bei "Spottschau" mit Dieter Hallervorden; Kinofilm "Langer Samstag" von Hans Christian Müller; Fastenkur im selben Hotel und zur selben Zeit wie Kanzler Kohl in Bad Hofgastein; veröffentlicht anschließend seine Erfahrungen im "Stern" auf vier Seiten unter dem Titel "Staatsaktion: Abspecken mit dem Kanzler". 1993 Serie in SAT 1 "Ein Bayer auf Rügen" mit Wolfgang Fiereck, Buch: Felix Huby; monatlich ständige Kolumne in der AZ: "Drucksachen"; wegen großer Nachfrage Verlängerung der bundesweiten Auftritte mit "Schwer ist leicht was"; Ausstrahlung im BR-Fernsehen; Einlage zur Eröffnung vom "Film Fest München". 1994 Fortsetzung von "Ein Bayer auf Rügen"; diverse Talkshows; Premiere des zweiten Kabarett-Solos "Was tun" im Hinterhoftheater. 1995 Ausgedehnte Tournee mit "Was tun"; monatliche TV-Moderation "Ottis Schlachthof" mit Talk und Künstlern im BR (monatlich an jedem letzten Freitag). 1996 Auftritte in Wien, Hamburg und auf zahlreichen Festivals; erfolgreiche Ausstrahlung der Serie "Der Bulle von Tölz"; Auszeichnung "RTL-Löwe" für die beste Krimiserie. 1997 DREI HERREN (Nikolaus Leytner); Start der RTL-Show "Fischers" Karl MarkovicsGeboren am 29. August 1963 in Wien.1982-1985 Mitglied des "Serapionstheaters" ("Heil'ge Hochzeit", "Patt", "Bal macabre", "Succubus", "Double and Paradise", "Anima". 1985 Erste Sprechtheaterarbeit bei Michael Schottenberg: "Der Widerspenstigen Zähmung" 1986 "Peer Gynt" (Michael Schottenberg) seit 1987 Mitglied des "Wiener Ensembles" bei Karl Welunschek ("Der Talisman", "Liebesg'schichten und Heiratssachen", "König Ubu", "Der Färber und sein Zwillingsbruder", "Endspiel", "Aus dem Leben Hödlmosers", "Heimatlos" u. a. Daneben Produktionen mit Stefan Bruckmeier, Hubert Kramar, Herbert Adamaec, Robert Pienz: "Salome", "Ein fettes Bein genügt", "Mexico" u. a. 1996/97 Zusammenarbeit mit Meret Barz; Rolle des Conférenciers im Musical "Cabaret". Kino und Fernsehproduktionen (Auswahl) "Caracas" (Michael Schottenberg) "Halbe Welt" (Florian Flicker) "Brigittenau" (Michael Sturminger) "Hund und Katz" (Michael Sturminger) "Die Täuschung des Auges durch das Ohr" (Andreas Kopriva) "Zeit der Rache" (Anton Peschke) "Indien" (Paul Harather) "Kommissar Rex" "Auf Teufel komm raus" (Wolfgang Murnberger) "Stockinger" "Das Mädchen Olivia" (W. Mühlbauer) "Crazy Moon" (Peter Patzak) "Straße nach Istanbul" (Peter Sämann) DREI HERREN (Nikolaus Leytner) Karl MerkatzGeboren 1930 in Wiener Neustadt. Schauspieler seit 1954.Bühnenengagements in Deutschland und Österreich: Hamburger Schauspielhaus (Oskar Fritz Schuh), Hamburg Thalia Theater (Boy Gobert), Kölner Bühnen (Schauspiel), Schauspielhaus Berlin, Kammerspiele München, Theater in der Josefstadt (Otto Schenk), Berlin Renaissance Theater, Nürnberg, Heilbronn, Nationaltheater Weimar, Volkstheater Wien, Stadttheater Klagenfurt, Salzburger Landestheater Etwa 250 Rollen für Film und Fernsehen ORF, ARD, ZDF, BR, darunter: "Ein echter Wiener geht nicht unter" "Allzeit getreu - allzeit bereit" Wichtigste Filmrollen: "Der Bockerer" (großer Filmpreis von Moskau, Filmband in Gold/Berlin) "Der Bockerer" "Der Unfisch" (Regie: Robert Dornhelm DREI HERREN (Regie: Nikolaus Leytner) Etwa 150 Rollen am Theater, klein, groß und Hauptrollen. Nestroy, Raimund und Shakespeare. Etliche Operetten, Komikerrollen, darunter "Frosch" in "Die Fledermaus" (in der Hamburger Staatsoper, Amsterdamer Oper, Oper Antwerpen, Volksoper Wien). Musicals: "Don Quichotte", "Der Mann von La Mancha", "Anatevka" (Theater an der Wien) Nikolaus LeytnerGeboren am 26. Oktober 1957 in Graz; 1976 Matura; ab 1977 Regie- und Drehbuchstudium an der Filmhochschule in Wien; 1984 Diplom; seither freischaffender Autor und Regisseur für Kino und TV sowie zahlreicher Industrie- und Imagefilme; 1989 Mitbegründer der ALLEGRO Film.Filmographie 1979 EINES TAGES THOMAS. Kurzspielfilm. Buch, Regie und Produktion 1980 THE ANGELS SO FAR. Experimentalfilm. Buch, Regie und Produktion. Österreichischer Förderungspreis für Filmkunst 1981 1982 MIT MEINEM KOPF. Dokumentarfilm. Buch, Regie und Produktion. Goldener Bobby 1982; Steirischer Filmpreis 1983; Filmpreis der Diözese Graz-Seckau 1983 1982 MIT MEINEN HÄNDEN. Dokumentarfilm, Buch, Regie und Produktion 1983 SCHNAPPSCHUSS. Kurzspielfilm, Buch und Regie 1984 FLIEHKRAFT. Kurzspielfilm, Buch und Regie. Steirischer Filmpreis 1984 1985 PARADISE GMBH. Kinospielfilm, Buch, Regie und Produktion 1990 SCHATTEN IM RAMPENLICHT. Kinodokumentarfilm. Buch und Regie 1993 MALLI ARTIST IN RESIDENCE. Kinodokumentation. Produktion (Regie: Peter Zach) 1993 EIN ANFANG VON ETWAS. TV-Spielfilm, Buch und Regie. Max Ophüls Preis, Saarbrücken: Preis der SZ-Leserjury 1994, Ernst-Neuberg-Preis 1995, Filmfest Ludwigsburg 1995: 1. Preis 1994 SCHWARZE TAGE. TV-Krimi, Buch (gemeinsam mit Max Linder), Regie 1996 SCHWARZFAHRER. Kinospielfilm, Buch (gemeinsam mit Bernhard Seiter), Regie 1997 SPURENSUCHE. TV-Spielfilm, Regie 1998 DREI HERREN. Kinospielfilm, Buch und Regie
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