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Non pensarci – Nicht dran denken

Non pensarci – Nicht dran denken

Regie: Gianni Zanasi. Drehbuch: Gianni Zanasi, Michele Pellegrini. Kamera: Giulio Petromarchi Kohut. Schnitt: Rita Rognoni. Produktion: Pupkin Production, ITC Movie. Produzenten: Beppe Caschetto, Rita Rognoni. Mit: Dino Abbrescia, Giuseppe Battiston, Anita Caprioli, Valerio Mastandrea, Caterina Murino, Luciano Scarpa, u. a. Italien 2007, 105 Minuten, Farbe, 35 mm/1 : 1,85/Dolby Digital, OmU

"Die schönsten Filme stellen unsere Klischees in Frage, um sie am Ende doch zu bestätigen. Dann sind wir wieder mit der Welt versöhnt. Eines unserer amüsantesten und sentimentalsten Fantasiebilder ist das der italienischen Familie. Gianni Zanasi hat dazu die fantastische Komödie NON PENSARCI gedreht, die im herbstlichen Rimini ernst genug ist, um die reine Idylle zu durchbrechen." (Abendzeitung, München)

Ein verunglückter Stage-Dive des Sängers beendet das Konzert vorzeitig – und indirekt auch Stefanos Beziehung. Denn der Gitarrist der Punkrock-Gruppe kehrt früher als geplant nach Hause und findet dort nicht nur seine Freundin, sondern auch deren Lover. Stefano packt seine Habseligkeiten (ein paar Klamotten und seine Gitarre) in sein klappriges Auto und fährt nach Rimini zu seiner Familie, die er schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Aber anstatt Ruhe und Entspannung zu finden, sieht sich der in die Jahr gekommene Punkrocker plötzlich in der Rolle des familiären Krisenmanagers: Bruder Alberto lebt in Scheidung und wagt es nicht, den Vater über die katastrophale finanzielle Lage des Familienbetriebs zu informieren; Schwester Michela hat ihr Studium abgebrochen und widmet sich Delphinen in einem Meerespark; die Mutter sucht mit Hilfe eines Gurus nach dem Glück. Ausgerechnet das einstige schwarze Schaf der Familie soll diese nun vor dem Ruin bewahren.

In seiner melancholischen Komödie verknüpft Gianni Zanasi Familiensatire und feinsinnige Gesellschaftskritik ebenso unaufdringlich wie überzeugend. Die zweite Regierungszeit Silvio Berlusconi dient als Folie für Seitenhiebe auf wirtschaftliche Netzwerke, junge Abgeordnete mit hohem Society-Faktor, aber ohne politischen Einfluss und die Macht der alten Patriarchen. Und über allem schwebt Valerio Mastandrea als liebenswerter Altrocker Stefano, der sich seine Kindlichkeit bewahrt hat und plötzlich erwachsen werden muss, um seine chaotische Familie zu retten.