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Zum Film

Die belgische Filmemacherin Nathalie Borgers kam zum ersten Mal im Jahr 2000 nach Österreich, gerade richtig, um die Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen Partei mit Jörg Haider an der Spitze zu erleben.
13 Jahre später kehrt sie zurück und begibt sich auf Spurensuche: Jörg Haider ist nach seinem Unfalltod 2008 zum Mythos geworden, an dem sich bis heute Wegbegleiter, Kritiker und nicht zuletzt die Öffentlichkeit abarbeiten.
Nathalie Borgers begegnet ihm dabei – fern von den gängigen Polarisierungen um seine Figur – auf die vielleicht einzig mögliche Weise: mit Blick von außen.

Regie: Nathalie Borgers / Drehbuch: Nathalie Borgers / Kamera: Helmut Wimmer / Schnitt: Elke Groen / Musik: Thierry Zaboitzeff / Ton: Bruno Pisek / Produktion: Kurt Mayer Film, ma.ja.de filmproduktion / Produzenten: Kurt Mayer

Österreich 2015 / 90 Minuten

Populismus

Haider war niemandes Abziehbild und niemandes Nachläufer – er war ein Original. Zweifelsohne war er der erfolgreichste europäische Rechtspopulist. Niemand sonst hatte eine solche Anziehungskraft.
Niemand sonst hat so schnell an Bedeutung gewonnen. Für viele war er ein Idol. Er setzte Trends.
Seine Parolen wurden seither nicht nur von rechtspopulistischen Bewegungen in ganz Europa
aufgegriffen sondern haben zu einem auch Einzug in unsere Gesellschaft gefunden.

Wer ist eigentlich der Mann, der 1999 ganz Europa zittern ließ als seine Partei 27% bei den
Nationalratswahlen bekam und in die österreichische Regierung einzog? War er ein Kärntner
Traditionalist, Nazi, verkappter Christdemokrat, metrosexueller Yuppie? Die immer neuen Gesichter
Jörg Haiders faszinierten und irritierten viele. Keiner seine Wähler konnte je mit Sicherheit sagen was genau sie wählten: Eine Idee, einen Opfermythos, eine Ideologie oder einen Mann, der gerne 100 Euro Scheine verschenkte und viele Versprechen machte.

Aber was steckte hinter Haiders Grinsen und Versprechen? Was für ein Mensch war er? Was waren
seine Visionen? Hatte er je welche oder war die Politik nur ein Mittel seinen Geltungsdran zu
befriedigen? War er eher ein österreichisches Phänomen oder Innbegriff des modernen
europäischen Rechtspopulisten? Woher kommt die kollektive Hysterie um seine Person? War er ein
politisches Ausnahmetalent? Oder wurden seine Kollegen und Bewunderer lediglich von seinem
Schauspieltalent geblendet? Vor allem, was bleibt von Haiders Politik? Das sind die Fragen, die
Regisseurin Nathalie Borgers auf ihrer Reise durch das „Haiderland“ begleiten.

FANG DEN HAIDER ist eine subjektive Reise in Haiders politische, geographische, familiäre und
emotionale Welt. Ein Roadmovie das einen Blick hinter die Fassade wirft, die hintersten Täler
Kärntens bereist um seine ehemaligen Unterstützer und Kollegen zu treffen und das Umfeld das ihn
formte sowie die volkstümlichen Traditionen, die er förderte zu ergründen. Der Film versucht einen
Einblick in die wirkliche Person Haiders, abseits seiner widersprüchlichen Person, seiner Ziele und
Strategien zu geben, und jene illusionären und betrügerischen politisch-populistischen Methoden,
die sich seither in ganz Europa etabliert haben aufzuzeigen.

Schulmaterial

Unterrichtsmaterial zum Film sowie weitere Schulvorstellungstermine finden Sie auf kinomachtschule.at

 
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